Wertpapierdepot Vergleich

Die Grundlage für den Handel mit Wertpapieren stellt das Wertpapierdepot dar. Bis auf ganz wenige Ausnahmen bieten alle am Markt etablierten Banken und Sparkassen dieses Produkt an. Hinzu kommt noch eine ganze Reihe von speziellen Wertpapier-Brokern.

Bei unserem Wertpapierdepot Vergleich stellen wir eine große Auswahl empfehlenswerter Depots vor. Die vorgestellten Wertpapierdepots zeichnen sich durch günstige Gebühren und die dahinter stehende Banken durch einen guten Service aus. Im Vergleich nennen wir die wichtigsten Eigenschaften des jeweiligen Wertpapierdepots und zeigen für welchen "Anleger Typ" es geeignet ist.

 

Anbieter Besonderheiten  
Flatex Wertpapierdepot

Günstige Ordergebühren und keine Depotkosten

Flatfee (Ordergebühr steigt nicht mit dem Wert der Order an

Bei Dividenden in Fremdwährung fallen Gebühren an (5€ bei Div > 15€, sonst 1,50€)

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comdirect Wertpapierdepot

 

Viele Sparpläne ohne Ordergebühren (Fonds und ETF)

Comdiret bietet sich als Hausbank an (gutes Girokonto, Kreditkarte und Depot)

Nur 3,90€ je Trade in den ersten 12 Monaten

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OnvistaBank Wertpapierdepot

Freebuy Prinzip: Monatlich Freikäufe für Cash auf Verrechnungskonto!

Viele kostenlose Sparpläne (Fonds, ETF, ETC und Zertifikate)

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Maxblue Wertpapierdepot

Online Broker der Deutschen Bank

Viele kostenlose ETF-Sparpläne

Angebot Depotübertrag: 0,5% Geldprämie auf Depotwert

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DKB Wertpapierdepot

Einfaches System bei Ordergebühren (10€ oder 25€ + fremde Gebühren)

Sehr viele Fonds(sparpläne) ohne Kaufgebühren

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SBroker Wertpapierdepot

Online Broker der Sparkassen

Viele Wertpapier Sparpläne ohne Kaufgebühren

6 Monate lang Trades für 4,95€

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ING DiBa Wertpapierdepot

Häufig Aktionen, wie z.B. ETF-Kauf ab 500€ ohne Orderkosten

Auf Wunsch gutes Gesamtpaket (Girokonto, Depot, Kreditkarte)

75€ bei Depotübertrag von mind. 5.000€ zur ING DiBa

Keine kostenlosen ETF- oder Fondssparpläne

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1822direkt Wertpapierdepot

Kostenlose ETF-Sparpläne ( zumindest 24 Monate keine Kaufgebühren)

Tochter der Frankfurter Sparkasse

Prämie über 100€ nach zwei Trades über je mind. 500€

50% Orderrabatt in den ersten 3 Monaten

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Consorsbank Wertpapierdepot

Ca. 200 Sparpläne (ETF und Fonds) ohne Kaufgebühren

Gutes Depotwechsel Angebot: Bis 5.000€ Prämie ja nach Wert des Übetrags

Bedingungslos kostenloses Wertpapierdepot

Ersten 12 Monate nur 3,95€ je Trade bis 20.000€

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Captrader Wertpapierdepot

Sehr günstige Ordergebühren (Aktien über Xetra ab 4€)

Gutes Handelssystem

Keine kostenlosen ETF- oder Fondssparpläne

Ausländischer Depotanbieter: Keine automatische Abführung der Kapitalertragssteuer

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Lynx Wertpapierdepot

Günstige Ordergebühren

Keine kostenlosen ETF- oder Fondssparpläne

Ausländischer Depotanbieter: Keine automatische Abführung der Kapitalertragssteuer

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Targobank Wertpapierdepot

Für eine Filialbank günstige Ordergebühren

Beratung in den Filialen möglich (höhere Orderkosten als online)

Keine Wertpapier Sparpläne ohne Orderkosten

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Netbank Wertpapierdepot

Kostenpflichtiges Depot (11,90€ im Jahr)

Keine Sparpläne ohne Ordergebühren im Angebot

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Depot vergleichenWie finde ich das für mich beste Depot?

Bevor ein Wertpapierdepot Vergleich und die Entscheidung für die Eröffnung eines Depots fällt, sollte sich der Anleger darüber im Klaren sein, in welchem Umfang er Wertpapierhandel betreiben möchte. Steht eine einmalige Vermögensstrukturierung an und soll das Geld dann in aller Ruhe arbeiten? Oder steht das Trading, möglicherweise sogar das Intraday-Trading, im Mittelpunkt der Wertpapieranlage? Im zuletzt genannten Fall wäre mit einem hohen bis sehr hohen Orderaufkommen zu rechnen.


Weiterhin sehr wichtig ist die Klärung der Frage, ob die Wertpapierkäufe und -verkäufe eigenständig, d. h. ohne eine qualifizierte Wertpapierberatung, stattfinden soll oder nicht. Dies ist ein entscheidendes Merkmal, welches die Anbieter am Markt in zwei Lager spaltet: die klassischen Geschäftsbanken mit Wertpapierberatung und Filialen auf der einen Seite und die reinen Online-Broker, die eine solche Leistung nicht anbieten, auf der anderen Seite.

Die Klärung der Frage bezüglich Wertpapierberatung und Art der Nutzung des Depots sind für die Wahl des Depots-Anbieters entscheidend.

Online Broker oder Wertpapierdepot mit Beratung?

Die Führung von Wertpapierdepots bei klassischen Anbietern, also z. B. der Regionalbank vor Ort, ist zumeist mit jährlichen Depotgebühren verbunden, die je nach Höhe des Depotvolumens berechnet werden. Die jeweiligen Gebühren für die einzelnen Dienstleistungen sind zumeist auch teurer als bei Mitbewerbern. Allerdings ist dafür im Gesamtpaket auch eine kostenfreie und qualifizierte Wertpapierberatung enthalten. Klassische Regionalbanken eignen sich also für Anleger, die über keine oder nur geringe Kenntnisse im Wertpapiergeschäft verfügen und somit eine gewisse Hilfestellung, ggf. auch Anlagevorschläge von einem Berater benötigen.

Mit der Wahl eines Online-Brokers können jährliche Depotgebühren zumeist gänzlich vermieden werden. Die Entgelte für einzelne Dienstleistungen sind auch geringer. Allerdings bietet ein Online-Broker nur die technische Abwicklung des Wertpapierhandels an. Eine persönliche, qualifizierte Beratung ist nicht in diesem Geschäftsmodell vorhanden. Somit bietet sich die Depotführung bei einem Online-Broker dann an, wenn bereits ausreichende Kenntnisse in Bezug auf die gewählten Anlageprodukte vorhanden sind und auf die Beratungsleistung komplett verzichtet werden kann. Ebenfalls ist diese Wahl sinnvoll, wenn viele Umsätze geplant sind.

Zweck des Wertpapierdepots

Depotkosten VergleichEin Wertpapierdepot bildet die Grundlage für das Wertpapiergeschäft jedes Anlegers. In diesem Depot werden die Wertpapiere, die erworben worden sind, verwahrt. Man kann sich das wie einen imaginären Tresor vorstellen. Nach Käufen werden die Titel dort reingelegt und bei Veräußerung wieder herausgeholt.
Im Prinzip gleicht das Wertpapierdepot somit einem Konto, auf dem man Geld einzahlen und wieder abheben kann. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass im Depot z. B. Aktien und Schuldtitel verwahrt werden, auf dem klassischen Sparkonto nur Buchgeld, das jederzeit in Bargeld umgewandelt werden kann.
Da der Aufwand für die depotführende Bank um ein Vielfaches höher ist als die Verwaltung eines "einfachen" Kontos, wird für die Depotführung oftmals ein Entgelt verlangt.

Die meißten online Broker und Direktbanken verzichten jedoch auf ein festes Depotentgelt. Sie haben eine deutlich schlankere Kostenstruktur als Filialbanken oder Sparkassen und können daher auf eine Depotgebühr verzichten. In den meisten Fällen liegen außerdem die Ordergebühren deutlich unter denen der Konkurrenz mit Geschäftsstellen vor Ort. Bei unseren Recherchen kontten wir zum Teil Preisunterschiede von 50% und mehr für eine einfache Wertpapieroder (Wertpapierkauf oder - verkauf) feststellen.

In unserem Wertpapierdepot Vergleich stellen wir aufgrund der deutlich günstigeren Gebühren hauptsächlich Depots von Direktbanken vor. Die Targobank, als einzige Bank mit Filialen im Vergleich, kann von den Konditionen mit den Internetbanken mithalten. Möchte man seine Aufträge jedoch in der Filiale aufgeben und sich beraten lassen, zahlt man deutlich höhere Gebühren.


Kauf von Wertpapieren

Da im Wertpapierdepot kein Buchgeld verbucht werden kann, wird für die Abwicklung der Transaktionen stets ein Verrechnungskonto benötigt. Die meisten Banken bieten ein solches Verrechnungskonto bei Depoteröffnung gleich kostenfrei mit an. Das hat den Vorteil, dass die Verbuchung der Orders von den weiteren persönlichen Finanzen getrennt bleibt.

Um Wertpapiere wie z.B. Aktien kaufen zu können, muss man sich zu erst Geld auf sein Verrechnungskonto bzw. Depotkonto überweisen. Getätigte Wertpapieraufträge werden zukünftig über dieses Konto abgerechnet.


Gebührenarten im Wertpapiergeschäft


Neben der ggf. jährlich anfallenden Depotgebühr stehen noch einige weitere Gebühren mit der Führung eines Wertpapierdepots im Zusammenhang.

Transaktionsgebühr bzw. Ordergebühr

Diese Gebühr wird bei jedem Kauf oder Verkauf von Wertpapieren fällig. Sie ist in ihrer Höhe vom gewählten Börsenplatz abhängig. Den größten Bestandteil der Ordergebühr machen jedoch die Kosten der Bank bzw. des Brokers aus. Direktbanken bieten hier in der regel deutlich günstigere Gebühren an als Sparkassen oder Volksbanken.

Maklercourtage

Dieses Entgelt fällt bei Transaktionen über bestimmte Handelsplätze (Parkettbörsen) an. Die Höhe der Kosten hängt im Wesentlichen von der Höhe des Ordervolumens ab.

Änderung von Limits und Streichung von Orders

Möchte ein Anleger seine bereits erteilte, aber noch nicht ausgeführte Order ändern oder streichen, dann verlangen einige Anbieter ein Entgelt dafür. Möchte man häufiger Wertpapiere handeln, sollte man solche Banken unbedingt meiden. Gebühren für das ändern von Limits oder die Streichung einer Order erschweren den Einsatz wichtiger Orderarten. Das automatische "nachziehen" eines Stopkurses kann so schnell ins Geld gehen.

Bei allen vorgestellten Wertpapierdepots fällt keine Gebühr für eine Limitänderung oder eine Orderstreichung an.

Entgelt für abweichenden Orderweg

Gibt ein Anbieter als klassischen Transaktionsweg den Online-Handel an, der Anleger möchte die Order aber z. B. per telefonischem Auftrag erteilen, so fallen für die Wahl dieses abweichenden Orderweges in der Regel extra Gebühren an. Diese Gebühren sind normal und lassen sich leicht vermeiden. Wer einen günstigen online Broker gewählt hat, sollte seine Wertpapieraufträge auch am besten online aufgeben.


Weitere Gebühren können für genutzte Software, Wertpapierfälligkeiten, die Übertragung von Wertpapieren in andere Depots sowie die effektive Auslieferung von Stücken und die Erstellung von Zweitschriften erhoben werden.

Wertpapier EntwicklungMachen Sparpläne Sinn?

Die Ausführung von regelmäßigen Sparplänen in Wertpapierdepots ist ohne Probleme möglich. Viele Fonds und besonders kostengünstige ETF´s (Exchange-traded funds) bieten sich hierfür an.
Für den mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau gibt es aktuell kaum ein geeigneteres Mittel als Sparpläne. Zudem erübrigt sich mit der regelmäßigen Einzahlung auf Sparpläne die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt am Markt. Steigt das Wertpapier nach dem Kauf im Kurs, stehen sofort Gewinne zu Buche. Fällt das Wertpapier, so können zum nächsten Kaufintervall mehr Anteile mit demselben Sparbeitrag erworben werden. Im Zuge wieder steigender Notierungen ergibt sich daraus ein signifikanter Vorteil, der in der Fachsprache "Cost-average-Effekt" genannt wird.


Viele Direktbanken bieten ihren Kunden inzwischen eine Auswahl an Sparplänen ohne Kaufgebühren an. Dies Fonds oder ETFs können somit ohne ein Orderentgelt bezahlen zu müssen bespart werden. Gerade wenn man langfristig in einen ETF-Sparplan investieren möchte, sollte man auf die Gebühren seines Sparplans achten. Langfristrig lassen sich große Summen an Gebühren sparen, wenn man sein Depot bei der richtigen Bank gewählt hat und dort keine Gebühren für seinen Sparplan bezahlen muss.